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Ligularia tangutica, Synonym: Sinacalia tangutica oder Senecio tanguticus. Aus  der Familie der Asteraceae. Der brusthohe Sibirische Säulen-Goldkolben oder auch China- Greiskraut genannt, stammt aus Asien.

Ich habe 1999 ein kleines Wurzelstück (Knollenrhizom) aus China mitgenommen. Der Gärtner war irgendwie begeistert, vermute ich mal, da ich leider kein chinesisch spreche. Bis dahin hatte ich noch nichts von dieser Art gehört. Diese Art wächst eher etwas langsamer als andere Ligularien, bildet aber im Laufe der Jahre schöne Bestände. Man braucht aber Geduld. Ich würde die Wuchsform nicht direkt als Horst bezeichnen, da das Knollenrhizom sich langsam ausbreitet.

Die gelbe, einfache Einzelblüte ist körbchenartig und zu einer Rispe zusammengefasst. Die Blüte erfreut uns von Juli bis September. Die Frucht-/Samenstände sind auch sehr schmückend. Das Blatt ist grün und stark gefiedert, weshalb sie für das Spiel mit der Textur sehr gut geeignet ist. Je nach Standort, Nährstoff- und Wasserversorgung kann man von einer durchschnittlichen Höhe von 100cm ausgehen. Sie ist auch gut standfest.

Standort: Der Lebensbereich GR2/3, Fr2/3 funktioniert im absonnigen/halbschattigen Bereich recht gut. Der Boden sollte neutral und durchlässig sein. An ihr zusagenden Standorten sehr langlebig und problemlos. Es kann gelegentlich zur Selbstaussaat kommen, dann eventuell die Blütenstände vor der Absaat entfernen. Rückschnitt der restlichen Pflanzenteile dann im Herbst.

Da diese Art weder in `DIE FREILANDSCHMUCKSTAUDEN` noch im `Zander‘ beschrieben ist, führt sie leider ein Leben als Liebhaberpflanze. Sie wird in Deutschland sehr selten angeboten, was Sie aber nicht davon abhalten sollte, sich um diese tolle Pflanze zu bemühen.

 

Partner: große und kleine Hosta, Helleborus orientalis ‚Yellow Lady‘, Gräser und Geophyten  nicht vergessen.

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Lysimachia clethroides,  der Schnee-Felberich oder Entenschnabel-Felberich aus der Familie der Primelgewächse (Primulaceae). (Lysimachia wird auch manchmal Gilbweiderich, nach der Gattung benannt).

Wieder eine sommergrüne Staude, welche man selten in unseren Gärten findet. Leider ist sie mir auch erst in den letzten Monaten wieder untergekommen. Dabei entspricht sie doch total meinem Beuteschema. Eine Höhe von 60-80cm, reinweiße Blüten und eine wahnsinnige Herbstfärbung. Was will man eigentlich noch mehr? Diese Staude ist dazu noch total unempfindlich, schneckenfest, vasenverträglich und insektenfreundlich. Mehr geht ja fast nicht. Die weiße Blütenform, erinnert leicht an einen Entenschnabel, war wohl auch hier namensgebend. Von Juli bis September präsentiert er seine dekorativen, aus vielen kleinen sternförmigen Einzelblüten bestehenden Blütenähren. Die Herbstfärbung ist ein fantastisches Rot.

Zum Standort: Lysimachia clethroides breitet sich durch unterirdische Ausläufer aus, was aber leicht, bei zu starker Ausbreitung, im Zaum zu halten ist. Um eine eventuelle Ausbreitung durch Selbstaussaat zu unterbinden, empfiehlt sich ein Rückschnitt im Herbst was allerdings auch eine starke Blütenbildung im nächsten Jahr zur Folge hat. Genau, der Standort sollte sonnig bis halbschattig und unbedingt frisch bis feucht sein. Staunässe wird allerdings nicht gut ertragen. Bei Trockenheit und starker Hitze sind Wassergaben unabdingbar. Eine Düngergabe im Frühjahr ist auch von Vorteil.

Den Lebensbereich würde ich so beschreiben: Fr/GR2-3 B, so-hs

Da die Pflanze aus dem asiatischen Raum, Japan, Korea und China stammt, versuche ich den Kalkgehalt im Boden relativ gering zu halten, das sorgt auch für eine bessere Herbstfärbung.

Partner: Miscanthus sinensis ‚Gracillimus‘, Miscanthus sinensis ‚Morning Light‘ oder andere Sorten, Bistorta amplexicaulis ‚Album‘ ,Chasmanthium latifolium , Eupatorium fistulosum, Hemerocallis Hybride ‚Corky‘, Anemone japonica ‚Wirbelwind‘, Astrantia major, Trollius Hybr.’Orange Globe‘

 

Chiastophyllum oppositifolium ‚Jim’s Pride‘, das panaschiertee Goldtröpfchen oder auch Walddickblatt, aus der Familie der Crassulaceae (Dickblattgewächse).

Ich wollte schon lange mal wieder etwas über Pflanzen für den schattigen Bereich schreiben. Da laufe ich durch meinen Garten und sehe Chiastophyllum oppositifolium ‚Jim’s Pride‘. Man kann ihn auch schnell übersehen, denn das Goldtröpfchen ist eine Staude mit einer Riesenhaftigkeit von ca. 15 cm. Jetzt wo die Hostas noch in den Startlöchern stecken, sieht man auch ihn.

Was kann diese Pflanze? Chiastophyllum oppositifolium ‚Jim’s Pride‘ bildet dichte Matten im schattigen Steingarten, an schattigen feuchten Mauern und überall wo etwas Schatten ist. Super halt in Kombination mit Steinen. Aber auch Tröge und Kübel werden schnell begrünt. Als Beeteinfassung, Bodendecker und zur Grabbepflanzung wunderbar geeignet. Trockenheit wird ertragen, aber zuviel Hitze und Sonne eben nicht. Wächst auch unter alten Gehölzen recht zuverlässig. Die Blätter sitzen an einer lockeren Rosette. An dunklen Stellen im Garten leuchten die cremeweiß, zuweilen auch gelblich panaschierten Blätter dieser Sorte besonders schön. Nach diesem milden Winter könnte man von immergrün sprechen, aber eigentlich ist die Bezeichnung wintergrün zutreffender.

Das Goldtröpfchen ist sehr anspruchslos und pflegeleicht. Gelegentlich kann der Dickmaulrüssler etwas lästig werden, aber sonst alles im grünen Bereich. Ich scheide nur die verblühten Blüten zurück. Genau, eine Blüte gibt es auch. Die gelben Blütenstände sind leicht überhängend, was sehr verspielt aussieht und können von Juni-Juli bestaunt werden.

 

Partner: Hepatica nobilis, Carex hachijoensis ‚Evergold‘, Helleborus Orient.-Hybr.’White Lady‘,    Hosta ‚El Nino‘, Anemone blanda ‚White Splendour’….

Coreopsis verticillata ‚Grandiflora‘
Wer träumt nicht von einem Dauerblüher.
Hier hätten wir einen. Die goldgelben Blüten erscheinen von Juni und halten bis September. Eine sehr dankbare und pflegeleichte Staude für Freiflächen, Beet bis zum sonnigen Gehölzrand. Alles, außer reine Sandböden und richtig feuchte Füsse, wird vertragen. Die Blätter sind tief
eingeschnitten, fast nadelförmig. Diese Staude wirkt immer sehr ordentlich und erschlägt einen, in Fläche gepflanzt, auch nicht. Sie ist die Leichtigkeit des Sein’s.

Pflege: Im Frühjahr einmal düngen und in Hitzeperioden gelegentlich Wässern. Dieses fördert die überreiche Blütenbildung und bringt eine Höhe von knapp 80cm.
Partner: Delphinium, Solidago, Erigeron, Astern und Rudbeckia. Gräser passen auch hervorragend.

Allium aflatunense 'Purple Sensation'

Allium aflatunense ‚Purple Sensation‘, der Purpur-Kugellauch, aus der Familie der Alliaceae(Knoblauch-Gewächse)

Zuerst mal etwas Botanik. Allium gehört zu dem einkeimblättrigen Pflanzen. Warum ist das wichtig? Wer Pflanzenschutz in einer Gehölzpflanzung betreibt, und etwas gegen die Quecke unternimmt, sollte sich das genau überlegen.

Ich staune immer wieder über diese Gattung. Sie ist so vielseitig. Es gibt ausgeprägte Zwiebeln, aber auch Rhizome. Völlig unterschiedliche Blattformen, Blattquerschnitte, Blütenformen und -farben. Auch sind die Blütenzeitpunkte sehr unterschiedlich. So kann man sich von März bis in den Oktober  von ihnen verzaubern lassen. Oft liegt das schöne auch im Detail. Bei vielen Arten ist die Blütenknospe in ein Hüllblatt gehüllt, welches sehr schön ausgeprägt sein kann. Außerdem ist die Überraschung größer, wenn das Hüllblatt die Blüte freigibt. Auch kann man mit den Höhen sehr schön spielen. Von 20cm bis knappe 1,80m ist alles drin. Viele Blüten eignen sich auch als Schnittblumen oder für Trockengestecke. Die meisten Allium-Arten lieben einen durchlässigen Boden. Staunässe führt zu Fäulnis und Verlust der Zwiebel. In vielen Fällen habe ich eine 15cm Drainage aus Splitt eingebaut, dann klappt es auch im Rosenbeet.

Warum nun ‚Purple Sensation‘? Was ist so besonders an ihm? Dieses purpur ist einfach sehr, sehr auffällig. Wenn sich die Blüte öffnet, wirkt die kleine Kugel von Mai bis Juni(V-VI). Das wirkt sehr edel und das dann auch noch mit fast 10cm Durchmesser. Einfach toll. Dazu kommt der perfekte Blütenball auf einer Höhe von knapp 1m und ist daher extrem standfest. Normalerweise pflanze ich ja lieber wenige Stückzahlen, doch hier verwende ich gerne 5-7 Stück/qm. Die Fernwirkung ist unschlagbar.

Den Lebensbereich würde ich mit Beet und Freifläche beschreiben (Fr/B1-2 sonnig bis absonnig).

Tipp: Nicht gleich nach der Blüte abschneiden, denn der Samenstand ist später durchaus attraktiv. Immer mit Stauden kombinieren, denn sie überdecken das schnell das unansehnlich / vergilbende Laub.

Im Frühjahr, zum Austrieb, wird eine Düngung gerne angenommen.

Partner: Toll zu Gräsern, egal ob Deschampsia cespitosa ‚Goldgehänge‘, Miscanthus sinensis ‚Morning Light‘, Miscanthus sinensis ‚Gracillimus‘,  Phlox Panic.-Hybr.’Nora Leigh‘, Aquilegia caerulea ‚Kristall‘, Paeonia Lactif.-.  Hybr.’Jan van Leeuwen‘, Eremurus himalaicus, Iris Barb.-Elat.’Lugano‘ , und natürlich auch wunderbar mit anderen Allium-Sorten…..

 

Anemone sylvesrtis, Großes Wald-Windröschen, oder auch Wald-Anemone aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae), also eher etwas giftig!

 

Es handelt sich wieder einmal um eine heimische Wildstaude, welche aber sehr wertvoll für unsere Gärten ist. Die Gärten der meisten Kunden werden immer kleiner und oft auch schattiger, deshalb sollten wir auch einige kleinere Stauden mit einer gewissen Schattenverträglichkeit berücksichtigen. Anemone sylvesrtis ist eine mehrjährige und ausdauernde Staude, welche in ihren Rhizomen überwintert und sich auch durch diese etwas ausbreitet. An manchen Naturstandorten bildet Anemone sylvesrtis herrliche Bestände, was gerade während der Blütezeit von Mai bis Juni ein echter Augenschmaus ist. Es ist zwar meist nur eine endständige Schalenblüte (meist 5 Blütenhüllblätter), aber hier macht es eben die Masse der Individuen. Ich nutze sie deswegen gerne als „Bodendecker“.

Es wundert mich, dass eine große Waschmittelfirma diese reinweiße Blüte noch nicht zu Werbezwecken missbraucht hat. Diese Schönheit wird 20-40cm, selten 50cm hoch und ist sommergrün.

Am Naturstandort besiedelt sie, jetzt kommt`s, Halbtrockenrasen und lichte Wälder. Das bedeutet, sie verträgt viel Licht und erträgt auch besser Trockenheit als ihre richtig großen Verwandten, außerdem DUFTET die Blüte! Das ist super. Der Lebensbereich könnte so beschrieben werden: Fr/SH/GR1-(2) so-hs. Nach der Blüte erscheinen „lustige – wollige“, wiederum weiße Samenstände, welche durch den Wind verbreitet werden.

An ihr zusagenden Plätzen klappt es auch mit der Selbstaussaat, ohne lästig zu werden. Sie liebt lockere, humus- und kalkreiche Böden, weshalb man sie in der norddeutschen Tiefebene vergeblich suchen wird.

 Partner: Nepeta mussinii ‚Superba‘, Deschampsia cespitosa ‚Goldschleier‘, Hosta ‚Fried Green Tomatoes‘, Brunnera macrophylla ‚Dawson White‘, Heuchera Hybr.’Purple Petticoats‘ ***, Viola labradorica, alles an Helleborus -Arten und Sorten, Hepatica nobilis, Hepatica  transsylvanica, Carex mor. ‚Silver Scepter‘, Saxifragen i.A./S.,  Arisaema i.A./S.,  Asplenium  scolopendrium, -‚Angustifolia‘, Ophiopogon planiscapus ‚Nigrescens‘, Ophiopogon convallaris ‚Dwarf Mondo‘, dazu viele Tulpen, kleine Narzissen und Co.

 

Hosta 'War Paint'

Hosta ‚War Paint‘

Hosta ‚War Paint‘. Hostas gehören zur Familie der Hostaceae.

Es gibt nun schon mehr als 4000 registrierte Sorten, das ist viel, und auch für den Kenner unüberschaubar. Die von mir beschriebenen Sorten mögen auch vielleicht nicht jedem gefallen, doch für mich sind es wichtige und empfehlenswerte Sorten. Sie werden viel zu selten verwendet oder sind überhaupt nicht bekannt, was schade ist. Hosta ‚War Paint‘ ist nun wieder eine große Sorte. Man findet in den Katalogen oft ein (L) bei den Größenangaben. Wenn sie mal 3-4 Jahre steht, dann gehts ab. Sie schafft leicht 60 cm, bei guter Nährstoff- und Wasserversorgung, im Frühjahr, kann man vielleicht auch 70 cm rauskitzeln. Sie ist ein Sport von Hosta `Niagara Falls`. Die Züchter von Hosta ‚War Paint‘ kommen aus den USA und haben bereits 1991 Hosta `Niagara Falls` registrieren lassen. Die Namen dieser fabelhaften Menschen sind Brinca und O. Petryszyn. Die Blüten sind blassrosa und zeigen sich im Juni, finde ich aber nicht sonderlich interessant. Was diese Sorte so besonders macht, ist die Farbenpracht in Frühjahr. Das Blatt ist hellgrün mit gelblicher verlaufender Mitte. Richtig auffällig. Die Blattoberfläche wirkt durch die stark ausgeprägten Adern leicht wellig. Der Blattrand ist auch stark gewellt. Eine super Erscheinung. Ein ganz wichtiger Punkt ist der Farbverlauf. Im Laufe des Sommers verliert sie die bunte Zeichnung und wird schlicht grün. Eine starkwüchsige Sorte, die eine Solitärstellung verdient hat. Sie lieben einen lockeren und leicht sauren Boden. Da sie so spät austreiben ist die Kombination mit Geophyten sehr vorteilhaft. Wenn diese abgeblüht sind kommen die Blätter der Hosta und verdecken die unansehnlich werdenden Blätter der Geophyten.

Partner: Gräser, Farne, Hemerocallis, Hydrangea, Rhododendron, Geophyten wie Tulpen, Anemonen, Cyclamen usw.