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Archive for Februar 2012

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Cimicifuga ramosa ‚Brunette’

Vielleicht jetzt Actaea simplex var. simplex `Brunette´, wer kennt sich da noch aus? In meinem „alten“ Zander , 2008, ist die Welt noch in Ordnung. Jetzt gehört dieser wundervoll klingende Name, “Cimicifuga“, leider nicht mehr dazu. `Actaea` ist weder wohlklingend noch sonderlich verkaufsfördernd. Wer soll sich das nur alles merken?

 Eine beeindruckende und langlebige Staude für den halbschattigen Bereich.

Die rotlaubige September-Silberkerze wird knapp 2m hoch, klar, nur die Blüte, und wirkt so locker und leicht wie die Fruchtstände von Pennisetum. Die Blüten(weißlich-rosa) stehen deutlich über dem Laub, zum Teil elegant gebogen/überhängend. Der einzelne Blütenstand wird 40 – 60 cm lang und wirkt wie eine Flaschenbürste, nur schöner, filigraner und dazu duftet er auch sehr fein. Wichtige Gartenstaude, da die Blüte min. von August bis Oktober blüht. Auch das Blatt ist von hohem Zierwert, denn es ist groß, 3-teilig gefiedert, länglich-oval und doppelt gesägt. Mit seiner dunkelroten bis schwarzvioletten Färbung lebt diese Sorte, viel besser als die bekannte Sorte, ein echter Hingucker und ein MUSS für jedes texturbestimmte Beet. Die Eltern stammen von der Halbinsel Kamtschatka, die altbekannte Gattung/Art `Cimicifuga ramosa`, wie soll ich denn sagen? Vielleicht sollte man erwähnen, dass diese Pflanze/Sorte aus Dänemark kommt. Dort gibt es viele Fröste ohne Schnee.

Verwendung: Licht- halbschattig, auch auf Nordseiten und unter großen Gehölzen. Der Boden sollte humos, frisch-feucht und nährstoffreich sein. Schön wäre auch ein pH-Wert im leicht sauren Bereich. Gegebenenfalls mehrmals organisch düngen und Kaffeesatz.

Trockene und heiße Standorte werden nicht vertragen !

Partner: Aconitum, Anemone-Japonica-Hyb.,

Astilben, Hosta in Sorten, besonders aber die duftenden, aus der

plantaginea-Reihe“ Farne, Carex, Colchicum autumnale, Crocus sativus.

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Helictotrichon sempervirens ‚Saphirsprudel‘, (Avena sempervirens) der Blaustrahlhafer, lt. Zander der Blaustrahl-Wiesenhafer, aus der Familie der Poaceae.


Diese Sorte des Blaustrahlhafers beeindruckt durch ihren stahlblauen, etwas starren Blatthorst, über den sich die eleganten Blütenrispen erheben und sich sacht im Wind bewegen. Der Blatthorst wir 30-50 cm hoch, wobei die Blüten es auf 1,20 -1,50m schaffen. Ist super. Der Blaustrahlhafer ist eines der größten, nicht wuchernden, blau belaubten Gräsern. Die blaue Färbung erzählt uns etwas über den Standort. Er liebt sonnige und heiße Standorte. Da dieses Frühjahr sehr heiß und trocken war, wirkte er schon im April sehr prachtvoll. Auch ist die Blüte schon im Mai erschienen, nicht wie in der Regel im Juni/August. Da die Art auch in den Alpen zu finden ist, bis über 2000m, da kann man auch von einer guten Frosthärte und guten Kalkverträglichkeit ausgehen. Beschattung, Staunässe und eine übermäßige Düngung werden nicht ertragen!!! Aber in einem Steppenbeet (Fels und Heide) sollte auch nicht gedüngt werden. Fr/SH/FS/St1

Pflege: Helictotrichon sempervirens ‚Saphirsprudel‘ ist „immergrün“, doch nach langen feuchten Wintern empfiehlt sich ein Rückschnitt im Frühjahr(Februar-März)

Partner: Sedum-Arten, Asphodeline, silberlaubigen Pflanzen wie Stachys byzantina ‚Silver Carpet‘, Artemisia schmidtiana ‚Nana‘, Achillea serbica, Nepeta mussinii ‚Superba‘ und mediterranen Halbsträuchern wie Rosmarin, Lavendel…..

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Phlox Panic.-Hybr.’Nora Leigh‘, die Hohe Flammenblume, der Stauden-Phlox, Weißbunter Sommer-Phlox.

Ich habe ja so meine Probleme mit rosafarbenen Pflanzen, aber leider auch mit Phlox. Doch diese Sorte ist trotzdem der Wahnsinn. Die Blüte ist zwar weiß mit einem rosalila/rotviolettem -Auge. Trotzdem verwende ich sie gerne. Die Blüte ist aber nicht das Besondere, sondern das panaschierte Laub. Das grüne Blatt hat einen ausgeprägten, breiten, cremeweißen Rand. Somit stelle ich diese Sorte gerne halb- lichtschschattig, da dort die Panaschierung so richtig zur Geltung kommt und damit für eine super Fernwirkung sorgt. Auch ist die späte, oder lang anhaltende Blüte, ist interessant. Blütezeit:Juli-September. Diese Sorte sollte nicht nur in Sammler-Gärten zu bestaunen sein. GaLaBauer und Landschaftsarchitekten sollten diese Sorte auch ruhig mal ausprobieren. Es kann fast nichts schief gehen!!! Im Beet erreicht sie je nach Wasser- und Nährstoffversorgung eine Höhe von 80-100cm. Viele Phlox-Sorten leiden unter Krankheiten wie Mehltau und Älchen, welche auch Fadenwürmer oder Nematoden genannt werden. Schneckenfraß habe ich bei dieser Sorte auch noch nicht beobachten müssen. Für die Floristen ist es eine super Schnittpflanze, die auch etwas duftet.

Allgemeines: Die Sorten von Phlox paniculata brauchen zur guten Bestockung ein feuchtes Frühjahr. Bei ausreichender Wasser- und Närhstoffversorgung kommt es zu einer prächtigen Blütenbildung. Bei großen Horsten würde ich immer einen Teil, ca. 30%, der Triebe um 1/3 Einkürzen. Diese Maßnahme verlängert natürlich auch den Blühdauer. Es werden mehrere, aber auch etwas kleinere Blüten gebildet. Abgeblühte Blüten sollten schnellstmöglich entfernt werden, da es u.U. zu einer Nachblüte kommen kann.

Ökologisch gesehen ist der Phlox wichtig als Bienenweide.

Partner:  Anemone ‚Honorine Jobert‘,  Molinia arundinacea ‚Karl Förster‘, Hemerocallis Hyb. ‚White Jade‘, andere Phlox-Sorten wie Phlox Panic.-Hybr.’Pax‘, Geophyten nicht vergessen!

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Phlomis russeliana, das ’syrische‘ Brandkraut.

Aus meiner Zeit als Berufsschullehrer und jetzt als Lehrbeauftragter an der FH – Weihenstephan habe ich erfahren, dass viele Azubis und Studenten wenig gängige Stauden kennen.

Das Brandkraut.

Warum stehe ich auf diese Pflanze? Eigentlich nicht wirklich etwas besonderes, oder doch? Wo fange ich an?

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Manchmal braucht man einen Bodendecker für extreme Standorte. Es entstehen tolle Teppiche, die durch kurze Ausläufer entstehen. Sonnig, heiß und trocken. Da ist Phlomis genau der richtige. Die Blätter sind grundständig, herz- bis pfeilförmig und stark behaart. Das Blatt ist eher hell- stumpfgrün und fühlt sich richtig rau an. Eigentlich sollte man es nicht mit Brunnera macrophylla verwechseln können, dessen Blatt eher frisch- bis dunkelgrün, aber bis zu 20cm groß und bis zu 30/35cm gestielt sind. Auch wird der Blattstiel ist viel länger als bei Phlomis. Da komme ich auch gleich zur Herkunft. Anatolien, Südeuropa bis Kleinasien, dort gibt es viel Sonne und Trockenheit. Die Behaarung spricht für sich.

Die, leider blassgelben, Lippenblüten stehen zu mehreren, in dichten Quirlen, in 3-5 Etagen am Blütenstand, welcher 40-80 cm schafft. Die Blühten erscheinen von Juni- August und reifen dann aus. Dieser Fruchtstand sieht besonders schön bei Raureif und Schnee aus. Unbedingt stehen lassen! Solche Blütenstände sollten nicht vor Feb./März beschnitten werden. Man kann ihn überall, wo es sonnig und trocken ist verwenden. Egal ob Steppenheiden, Mauern, Kiesbbeete oder den trockenen, sonnigen Gehölzrand.

Ich wünsche viel Erfolg und Spaß mit dieser wirklich robusten Pflanze.

Partner: Carex buchananii, Eryngium alpinum ‚Blue Star‘, Eryngium bourgatii, Eryngium planum ‚Blaukappe‘, Eryngium yuccifolium, Echinops bannaticus ‚Blue Glow‘, Echinops ritro ‚Veitchs Blue‘, Euphorbia polychroma, Festuca mairei, Gaura lindheimerii, Nassella tenuissima, Salvia nemorosa ‚Blauhügel‘, Salvia nemorosa ‚Caradonna‘, Stipa gigantea, Verbascum bombyciferum, Verbena bonariense

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