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Archive for the ‘Pflege’ Category

Schnittmaßnahmen

Beim Rückschnitt der Stauden muss individuell vorgegangen werden und verlangt ein gewisses Fingerspitzengefühl.

Zahl und Größe der Blüten lassen sich auf verschiedene Art und Weise beeinflussen. Die meisten Stauden bringen im Frühjahr viele Sprosse hervor. Entfernt man die Schwachen und Dünnen, fördert man die Starken.

Auch das Einspitzen ist ein Verfahren. Durch Abzwicken der Wachstumsspitze an den Trieben lässt sich die Zahl der Blüten erhöhen. Die Stauden bleibt dadurch standfester und wächst weder zu hoch noch zu sparrig. Der Blühzeitpunkt verschiebt sich leicht nach hinten (Aster, Phlox).

Schnittmaßnahmen bei Astern

Schnittmaßnahmen bei Astern

 

Etliche Stauden bringen nach einem völligen Rückschnitt einen ansehnlichen zweiten Flor, sie remontieren (Delphinium, Salvia nemorosa, Nepeta). Allerdings ist für eine kräftige zweite Blüte, besonders bei Beetstauden, eine zweite Düngung unerlässlich.

Durch das wiederholte Ausschneiden von Einzelblüten z.B. Hemerocallis, Rudbeckia und Rosen, kann die Blütezeit um einige Tage bis Wochen verlängert werden. Die Samenbildung wird verhindert, was zu einer Kräftigung der Pflanze führt. Zudem wird die Blühfreudigkeit im nächsten Jahr gesteigert.

Einige Stauden können nach der Blüte gemäht werden (Alchemilla, Geranium), sie blühen dann etwas spärlicher nach, doch entwickeln sie einen schönen Herbst-Winterhorst.

Winterschnitt

Im Privatgarten bietet sich in den meiste Fällen ein Rückschnitt im Herbst an, um abgestorbenes und unansehnliches Laub und Zweigwerk zu entfernen. Gräser und stabile Samenstände sollten bis ins Frühjahr als Gerüstpflanzen stehen bleiben.

Im öffentlichen Bereich können größere Flächen mit Motorsense, -heckenschere oder Mähbalken im Winter(bei Frost) gemäht werden. Das Schnittgut ist zu entfernen.

Verjüngung und Vitalisierung

Nach 3-5 Jahren kann es zum Verkahlen der Mitte (Tonsur) der Stauden kommen.

Verjüngung nötig, 'Tonsur'

Verjüngung nötig, 'Tonsur'

Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken werden die Stauden im Frühjahr aufgenommen, geteilt und der gesunde Teil der Staude wieder gepflanzt. Vorzugsweise sollten sie dann einen anderen Platz im Beet erhalten. Auf diese Weise werden die Pflanzen verjüngt, d.h. sie bleiben vitaler und blühfreudiger. Dieses Verfahren sollte nicht auf jede Staude angewendet werden, Hostas, Paeonien und Gräser stehen über viele Jahre unberührt an der selben Stelle.

Alles in allem ist eine Staudenpflanzung im Vergleich zu Wechselpflanzungen eine kostengünstige und schöne Alternative. Der Pflege- und Pflanzaufwand bleibt überschaubar und hält sich in Grenzen.

Verjüngung nötig

Verjüngung nötig

 

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Organisches Mulchmaterial

Rindenmulch 0-20

Rindenmulch 0-20

Rindenmulch 10-40

Rindenmulch 10-40

sollte eigentlich nur im Lebensbereich G / GR ausgebracht werden. Das entspricht eher den Standortansprüchen der Pflanzen. Aus Kostengründen wird natürlich auch im „öffentlichen Grün“ gemulcht. Leider wird oft ein organischer Dünger vergessen (hohes C/N-Verhältniss!). Außerdem wird sofort nach der Pflanzung gemulcht. Da wundert es mich nicht, dass ein erhöhter Ausfall im Frühjahr zu beklagen ist. Rindenmulch wird zur Unterdrückung von Samen- und Wurzelunkräutern eingesetzt. Die Gerbsäure verätzt natürlich die kleinen Sämlinge (Wildkräuter). Nun wollen natürlich die Stauden oder Gehölze auch schnellstmöglich Haarwurzeln zur Ernährung ausbilden. Diese werden dann auch sofort wider geschädigt. Das bedeutet, erst nach einem halben Jahr mulchen und dann auch keine 10cm sondern 5-7cm. Rindenmulch hat nicht nur eine unkrautunterdrückende Wirkung, sondern dient auch dem Verdunstungs- und Erosionsschutz und fördert die Bodengare.

Mineralisches Mulchmaterial (Granit, Lava, Kies oder Splitt)

Mineralisches Mulchmaterial (Kies-Schotter)

Mineralisches Mulchmaterial (Kies-Schotter)

Mineralisches Mulchmaterial(Granit-Schotter)

Mineralisches Mulchmaterial(Granit-Schotter)

Je nach Lebensbereich eine wunderbare Alternative. Mineralisches Mulchematerial ist sehr ästhetisch und prakisch. Eine Mulchschicht von 5-7cm reicht aus. Sie ist zersetzungsstabil und muss nur selten nachgebessert werden. Unter der Mulchschicht wird die Feuchtigkeit ebenso wie beim orgaqnischem Material gehalten, aber an der warmen Oberfläche vertrocknen die meisten Wildkräutersamen.

Jäten

Jäten ist wohl die schonenste Art der Pflege. Besonders leicht fällt es, wenn der Boden feucht ist, somit bekommt man auch die Wurzeln mit. Wurzelunkräuter werden vorsichtig nachgegraben und gestochen.

Hacken

Hacken ist eine schnelle Art der Bodenlockerung und Unkrautunterdrückung. „Kulturstauden / Beetstauden“ müssen jährlich gehackt werden, um den Boden offen zu halten. Auf extensiven Flächen ist vom Hacken abzuraten, da die gewünschte Selbstaussaat vernichtet oder gestört wird. Auch auf Flächen Geophytenbestand würde ich es unterlassen, da die Verletzung der Zwiebel zu groß ist.

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