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Colchicum autumnale

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Colchicum autumnale

Colchicum autumnale

Colchicum autumnale, die Herbstzeitlose.

Was soll ich sagen, denn dieser Geophyt trägt seine Blütezeit schon im Namen. Ohne Fragen, sie kann sich von August bis Oktober ziehen. Bei uns, im Freisinger Moos, ein richtiger Farbklecks. Auf den eher feuchten und saueren Böden hat man im Herbst wenig Farbe. Ein nicht vielversprechender, herbstlicher Ansitz, wird wenigstens so zu einem Erlebnis. Sie ist aber auch im restlichen Europa zu Hause. Da haben wir doch wieder eine Pflanze für vermeintlich schwierige Standorte. Diese zwiebelähnliche, knollenbildende Pflanze sollte im Sommer gepflanzt werden, wobei ich im Herbst mit blühenden Pflanzen auch schon Probleme mit Ausfällen hatte. Vielleicht sollte ich auch die Blüte erwähnen. Sie sind trichterförmig, ähnlich der Blüten eines Krokus und das ausnahmslos ohne Laub. Und das fällt halt zu dieser Jahreszeit richtig auf. Dazu kommt die auffällig hell-lilarosa Farbe. Eigentlich nicht wirklich meine Farbe, aber zu dieser Jahreszeit kann selbst ich nicht sehr wählerisch sein.

Nach der Blüte ist erst mal Ruhe im Beet, denn die Blätter werden erst im Frühjahr geschoben. Also im April. Colchicum autumnale ist ein starkwachsendes Zwiebelgewächs, besser gesagt werden im Laufe der Jahre recht große Blattschöpfe gebildet. Diese Pflanze schafft es auf einen Durchmesser von bis zu 15cm. Das Laub erlangt immerhin eine Länge von knapp 25cm. Deshalb immer mit Abstand zu empfindlichen oder schwachwachsenden Stauden pflanzen! Die Blätter sind glänzend-grün und sollten einziehen dürfen. Doch sollte man das ja allen Geophyten zugestehen.

GANZ WICHTIG: Dieses Gewächs ist in allen Teilen SEHR GIFTIG ! ! ! Das Mittel Colchicin wurde schon früher bei der Nagerbekämpfung verwendet. Soll heißen, bitte auch bei der Pflanzung Handschuhe tragen! Es sollten auch keine kleinen Kinder im Haus sein, denn die pflücken auch gerne einen Blumenstrauß für Mutti.

Als Wiesenstaude war sie früher auch eher gefürchtet, denn das Gift wurde auch beim Heumachen nicht abgebaut. Heute sind diese Wiesen entweder so sauer, dass das Heu nur als Streu verwendet werden kann oder es sind unter Naturschutz stehende Flächen.

Es gibt viele Arten von Colchicum, ca. 30. Alle sind giftig, aber fast alle, außer Colchicum autumnale, lieben sonnige und trockene, oder eher trockene und halbschattige Standorte. Diese Art steht sogar in unseren Isar-Auen, und dort ist es auch noch eher absonnig als halbschattig. Allerdings wird Colchicum autumnale als reine Art selten angeboten oder gepflanzt. Es gibt herrlich weiße Sorten und oder, wer es gefüllt und dann auch noch in rosa mag?

Wichtige und immer noch aktuelle Sorten:

Colchicum autumnale ‚Album‘, weiß, reinweiß und zierlich.

Colchicum autumnale ‚Album Plenum‘, reinweiß und gefüllt.

Colchicum Hybr.’Lilac Wonder‘, fliederfarbend (lilarosa), reichblühend.

Colchicum Hybr.’The Giant‘, sehr großblumig, becherförmig, malvenlila/rosalila mit weißem Schlund.

Colchicum Hybr.’Water Lily‘, große Blüte, gefüllt, kräftiglila, spät, aber nicht ganz standfest.

PARTNER: Was bietet sich da an. Welche Iris könnten es wohl sein, Eupatorium / Wasserdost, Caltha palustris, Carex grayi, Eriophorum…..

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