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Posts Tagged ‘staude’

Ich bin mit Leidenschaft Gärtner, Landschaftsgärtner. Obwohl auch schon ein Buch über meine Pflasterarbeiten veröffentlicht wurde, gilt meine ganz große Leidenschaft den Pflanzen. Egal ob Baum, Strauch oder Staude. Jede befestigte Fläche wirkt ohne einen grüne Einfassung tot. Pflanzen runden alles ab, egal ob naturnahe, geschnittene oder als freiwachsende Blütenhecke. Vor diesem Rahmen kommen die Staudenbeete richtig gut zur Geltung. Mit Stauden und Rosen bringe ich die Farbe in den Garten. Natürlich sind die Kundenwünsche wichtig, aber die Ansprüche der Pflanzen sind wichtiger. Durch die standortbedingte Pflanzenauswahl sind viele negative Einflüsse zu minimieren. Krankheiten, Kümmerwuchs und geringe Blühwilligkeit gibt man keine Chance. In den meisten Fällen ist eine richtige Bodenvorbereitung unabdingbar! Ich sehe leider sehr viele Pflanzungen, die nicht funktionieren.

Egal ob Sie, oder ein Gärtner die Pflanzenauswahl und die Pflanzarbeiten übernimmt, achten Sie auf diese oben genannten Punkte. Die Pflanzen werden sich gut entwickeln und Ihnen Freude bereiten. Aber leider sind Bäume und Stauden auch für viele Gärtner nur lästiges „Grünzeug“. Fragen Sie einfach mal nach, bevor Sie einen Auftrag vergeben und das Kind in den Brunnen fällt. Bei Misslingen gibt es nur Ärger und erneute Kosten. Dazu verlieren Sie unter Umständen eine weitere Vegetationsperiode. Das kann es doch nicht sein. Es ist vielleicht auch nicht ganz fair so über die Kollegen zu denken, da ich seit Jahrzehnten Staudengärtnereien und Baumschulen durchstreife, immer auf der Suche nach etwas besonderem. Ich bin eher ein Sammler. Auch ich habe früher Fehler gemacht, doch davon profitieren Sie jetzt. Nutzen Sie meine Erfahrung und Kompetenz!

Später komme ich auch noch auf den professionellen Gehölzschnitt, welcher nichts mit dem „Hausmeisterschnitt“ zu tun hat.

Zur kurzen Einleitung nochmals die Lebensbereiche der Stauden nach Professor Sieber Freising, und einige Sätze zur Bodenvorbereitung.

Stauden und ihre Lebensbereiche

 

Es haben sich 8 verschiedene Lebensbereiche ergeben. Die Pflanzen in den Lebensbereichen haben ähnliche Ansprüche, doch sind die Übergänge fließend.

–        Wald, Gehölz- und Waldrand

–        Freifläche, Steingarten, Alpinum und Beet

–        Ufer- und Wasserpflanzen

Geht man nun von den Lebensbereichen aus, dann wird die Pflanzengesellschaft stabiler und pflegeextensiver sein, als ein buntes „Durcheinander“.

Waldstauden = Schattenstauden (G)

In lichten Schatten oder Halbschatten, vornehmlich unter locker aufgepflanzten Bäumen, gedeihen viele „Waldstauden“ sehr gut. Sie stehen in enger Beziehung zu den Gehölzen und beleben diesen Bereich durch ihre Wuchsform und Blüte. Die verrotteten Blätter der Bäume sorgen für den erforderlichen humosen Boden und sollten nicht entfernt werden. Des weiteren dient es als Kälteschutz. Hier ist der Pflegeaufwand generell geringer, da nicht allzu viele Samenunkräuter im tiefen Schatten wachsen (keimen). Es sind eher die Spezialisten die Geophyten und Farne.

Beispiel: Epimedium, Hosta, Tiarella, Polygonatum, Vinca, Waldsteinia, Carex morrowii, Luzula, Galanthus, Eranthis, Anemone nemorosa, Hyacinthoides hispanica, Adiantum, Athyrium nipponicum ‚Metallicum’;

Die Geophyten nutzen das Frühjahr zum Wachstum da die Gehölze noch nicht beblättert sind. Dadurch kommt Licht und Wärme an den Boden.

Gehölz – Gehölzrand (GR)

Am Rande von Baum- und Strauchgruppen, vielfach in gutem, humosem Boden, finden zahlreiche Stauden optimale Standortverhältnisse. Zu beobachten ist, dass einige Arten mehr den offenen, sonnigen, warmen, südseitigen Gehölzrand bevorzugen. Andere gedeihen besser im kühlen, halbschattigen oder wechselschattigem Gehölzrand.

Viele dieser Stauden bilden wunderschöne Blattteppiche in denen man nicht mehr hacken sollte. Nur wenn  der Wind zu viel Laub in diese Flächen geweht hat, ist das überschüssige Material zu entnehmen.

Beispiel: Cerastostigma, Buglossoides (Lithospermum), Geranium in Arten und Sorten, Helleborus, Molinia, Dryopteris, Matteuccia, Lilium martagon, Corydalis cava, Convallaria majalis;

Freifläche (FR)

Ausserhalb der Stanorte von Bäumen und Sträuchern, auf freien, sonnigen Flächen gibt es vielfältige Situationen, in denen Stauden günstige Lebensbereiche finden. Zahlreiche dieser „Freichflächenstauden“, sind wärmeliebend und teilweise gut hitzeverträglich. Dieses äußert sich durch eine silberne bis graue Blattfärbung, – behaarung oder –sukkulenz. Je nach Feuchtigkeit und Wasserhaltekraft unterscheidet man in:

–        Stauden für trockene, durchlässige Böden, oft auch Hanglagen, FR1

–        Stauden für normale, frische Böden FR2

–        Stauden für feuchte Böden FR3

Dazu gehören aber auch unbedingt die Stauden für trockenen, kalkhaltigen Boden und sonnenseits geneigte Flächen der Steppenheide (SH).

Beispiel:

Kräuter wie Salvia, Lavandula, Thymus, Allium; Anaphalis, Asphodeline lutea, Agastache, Astern amellus, -linosyris, Dianthus, Echinops, Eryngium, Linum, Sedum telephium, Stachys byzantina, Verbascum, Yucca, Stipa, Festuca;

Steinanlagen (ST)

Viele Stauden fühlen sich im Bereich von Steinen wohl. Manche sind nässeempfindlich und wachsen deshalb am besten in einem von Kies bzw. Felsbrocken durchsetzten Boden. Staunässe wird nicht vertragen.

Beispiel: Aubrieta, Campanula carpatica, Gypsophila, Thymus,  Sempervivum, Festuca, Stipa, Allium, Wild-Tulpen;

Lebensbereich „Alpinum“, „Beet“, „Wasser“ und „Wasserrand“ spielen hier nicht die entscheidende Rolle.

Des weiteren ist die Auswahl nach LB die Grundlage für eine rationelle Pflege. Viele Samen- und auch Wurzelunkräuter kommen mit den meist speziellen Standorten nicht zurecht.

Die Auswahl nach den Lebensbereichen bedingt für die Stauden weniger Stress und somit weniger Krankheitsanfälligkeit. Die Pflanzung wirkt stabiler und bleibt länger ansehnlich.

Bodenverbesserung

Auch hier richtet sich das Ergebnis nach den Lebensbereichen. Ein hoher Humusgehalt ist erforderlich für den G/GR/Beet und ein eher mineralischer Erdkörper für die extensiveren oder aber auch intensiven Staudenflächen FR/ST. Die meisten Staudensortimente gedeihen auf durchlässigem, sandig bis lehmigen Böden mit mittlerem Humusgehalt. Eine Bodenverbesserung mit Sand/Split oder Humus-Sand-Gemisch ist aber in vielen Fällen ratsam. Der Boden sollte eine pH-Wert von 6-7 haben. Bodenverdichtungen sind bis 50cm Tiefe aufzubrechen. Sand macht den Boden locker und lässt sich leicht durchwurzeln.

Spezielle Bodenvorbereitung und Zuschlagstoffe sind für Stauden mit besonderen Ansprüchen notwendig.

Heide- und Steppenpflanzen (Sand/Feinkies/Splitt)

Steingartenpflanzen (Schotter/Kies/Splitt)

Waldstauden (Komposterde/Laub- und Walderden/Mulch)

Moorbeetpflanzen (saure Substrate und physiologisch saure Dünger)

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Hausgarten. Thymus serpyllum 'Album', der weiße Feld-Thymian im Granit-Schotter

Hausgarten. Thymus serpyllum ‚Album‘, der weiße Feld-Thymian im Granit-Schotter

Hausgarten. Detail Mauer

Hausgarten. Detail Mauer

Hausgarten, Mauer mit Cymbalaria muralis, dem Mauer-Zimbelkraut.

Hausgarten, Mauer mit Cymbalaria muralis, dem Mauer-Zimbelkraut.

Hausgarten, Mauer mit Cymbalaria muralis, dem Mauer-Zimbelkraut.

Hausgarten, Mauer mit Cymbalaria muralis, dem Mauer-Zimbelkraut.

Hausgarten. Sitzmauer am Grillplatz

Hausgarten. Sitzmauer am Grillplatz

Hausgarten, tiefergelegter Sitzplatz.

Hausgarten, tiefergelegter Sitzplatz.

Hausgarten

Hausgarten

Hausgarten, Sichtschutz

Hausgarten, Sichtschutz

Hausgarten

Hausgarten

Hausgarten, Quellstein

Hausgarten, Quellstein

Hausgarten. Cymbalaria muralis, dem Mauer-Zimbelkraut

Hausgarten. Cymbalaria muralis, dem Mauer-Zimbelkraut

Hausgarten. Cymbalaria muralis, dem Mauer-Zimbelkraut. Bl hellviolett, am Gaumen gelb gefleckt, klein,VI-VIII; B dunkelgrün, unterseits violett, 5-7 lappig, kahl; H 10 cm; SF/M

Hausgarten. Cymbalaria muralis, dem Mauer-Zimbelkraut. Bl hellviolett, am Gaumen gelb gefleckt, klein,VI-VIII; B dunkelgrün, unterseits violett, 5-7 lappig, kahl; H 10 cm; SF/M

Hausgarten, Mauer mit Cymbalaria muralis, dem Mauer-Zimbelkraut.

Hausgarten, Mauer mit Cymbalaria muralis, dem Mauer-Zimbelkraut.

Hausgarten, Stufenanlage und Mauer mit Cymbalaria muralis, dem Mauer-Zimbelkraut.

Hausgarten, Stufenanlage und Mauer mit Cymbalaria muralis, dem Mauer-Zimbelkraut.

Hausgarten

Hausgarten

Hausgarten. Stufenanlage mit Thymian

Hausgarten. Stufenanlage mit Thymian

Hausgarten. Amelanchier lamarckii, die Kupfer-Felsenbirne.Wertvolles Blütengehölz mit prächtiger Herbst-färbung, anspruchslos.

Hausgarten. Amelanchier lamarckii, die Kupfer-Felsenbirne.Wertvolles Blütengehölz mit prächtiger Herbst-
färbung, anspruchslos.

Hausgarten mit Cornus kousa chinensis, der chinesische Blüten-Hartriegel

Hausgarten mit Cornus kousa chinensis, der chinesische Blüten-Hartriegel

Hausgarten mit Cornus kousa chinensis, der chinesische Blüten-Hartriegel

Hausgarten mit Cornus kousa chinensis, der chinesische Blüten-Hartriegel

Hausgarten, Carex buchananii, die fuchsrote Segge.

Hausgarten, Carex buchananii, die fuchsrote Segge.
(Syn. Carex petriei)
Bl Ähren bis 4 cm lang, VII, B rotgefärbt, schmal, fast zylindrisch, gebogen, Wuchs horstig, H 40- 50 cm
Heimat Neuseeland, Partner: Acaena, Oxalis

Hausgarten,Carex elata 'Bowles' Golden', Bl 6 mm lange Ähren, gelb-grün, an scharf dreikantigen, meterhohen Stängeln, VI; B goldgelb, grüngerandet, sonst wie Art; H 50/100cm; WR; im Garten reicht auch genügend Bodenfeuchtigkeit zum gedeihen dieser Form;

Hausgarten,Carex elata ‚Bowles‘ Golden‘, Bl 6 mm lange Ähren, gelb-grün, an scharf dreikantigen, meterhohen Stängeln, VI; B goldgelb, grüngerandet, sonst wie Art; H 50/100cm; WR; im Garten reicht auch genügend Bodenfeuchtigkeit zum gedeihen dieser Form;

Hausgarten, Carex elata 'Bowles' Golden'

Hausgarten, Carex elata ‚Bowles‘ Golden‘

Hausgarten

Hausgarten

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Euphorbia palustris, die Sumpf-Wolfsmilch aus der Familie der Euphorbiaceae.

Diese wunderbare Teichrandpflanze hat ihre natürliche Verbreitung in Europa und Sibirien. Sie steht bevorzugt an Bachrändern, feuchten Wiesen und in Sumpfgebieten. Als Gärtner würde man den Lebensbereich mit WR beschreiben.

Eine sehr straff aufrecht wachsende, 80 – 100cm hoch werdende Staude. Die Stengel sind buschig verzweigt. Die Blätter sind wechselständig, schmal lanzettlich, fast weidenblättrig, frischgrün, ganzrandig, bis zu 8 cm lang und 1,5 – 2cm breit. Die Blüten, welche richtig gelb sind, stehen in einer vielstrahligen Scheindolde (bis zu 12 Stück). Die Hochblätter sind gelbgrün. Ein wirklich wunderbarer Anblick, der sich von Mai bis Juni/Juli erstreckt. Im Herbst nochmals ein Hingucker: Herbstfärbung.

Verwendung: Als Solitärpflanze mittelgroßer bis größerer Anlagen gut geeignet, Bachläufen und Feuchtwiesen. Ein Wasserstand von 0 – 10cm ist optimal. Nie in der Nähe von Kinderspielplätzen!!!

Wichtig: Alle Euphorbien sind giftig. Das ist der Preis für ihre Schönheit. Der weiße , hat es in sich. Er kann ätzend wirken, gelangt er ins Auge, dann kann es sogar zu einer kurzfristigen Farbblindheit führen!!! Sofort ausspülen und ab zum Arzt.

 Sollte Ihnen Ihre Euphorbie mal zu groß erscheinen, dann können Sie diese nach der Blüte um 30 – 50 Einkürzen, aber bitte Handschule tragen. Mit etwas Glück kommt es zu einer Nachblüte.

Partner: Iris sibirica ‚Caesar´s Brother‘, Iris pseudacorus ‚Variegatus‘, Carex grayi,     Cyperus longus, Primula denticulata ‚Blaue Auslese‘, Caltha palustris,

Euphorbia palustris

Euphorbia palustris

Euphorbia palustris

Euphorbia palustris

Euphorbia palustris

Euphorbia palustris

Myosotis palustris ‚Icepearl‘, Fritillaria meleagris

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