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Posts Tagged ‘Waldstauden’

Saxifraga stolonifera 'Cuscutiformis'

Saxifraga stolonifera ‚Cuscutiformis‘

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Saxifraga stolonifera ‚Cuscutiformis‘

Saxifraga stolonifera 'Cuscutiformis'

Saxifraga stolonifera ‚Cuscutiformis‘

Saxifraga stolonifera 'Cuscutiformis'

Saxifraga stolonifera ‚Cuscutiformis‘

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Saxifraga stolonifera’Cuscutiformis‘, der Hängende-Steinbrech oder auch Judenbart, aus der Familie der Saxifragaceae.

Wieder einer aus der Gattung Saxifraga, die so umfangreich und vielgestaltig ist. Anhand der Standortansprüche und dem Aussehen wurden sie in verschiedene Sektionen unterteilt. Saxifraga stolonifera ‚Cuscutiformis‘ gehört zur Sektion Diptera (Irregulares) und stammt aus Japan und China. Diese Sektion beinhaltet Pflanzen die meist immergrüne und eher rundliche Blätter haben. Meist in Rosetten wachsend mit unbeblätterten Blütenrispen. Saxifraga stolonifera ‚Cuscutiformis‘ bildet aber Ausläufer, was ihn so wertvoll macht. Die Kronblätter sind ungleichlang. Diese Asiaten lieben einen halbschattigen bis schattigen Standort. Als Standort einer Waldpflanze sollte der Boden humos und frisch bis feucht sein. Trockenheit und zuviel Sonne werden eher schlecht ertragen. Also Lebensbereich G/GR2. Die Blätter sind rundlich bis nierenförmig, stark behaart und nach oben gewölbt. Die Blattoberseiten ist im Grundton dunkel-bis olivgrün und von einem silbrigen Adernetz überzogen. Das zeigt eine gute Wirkung an dunkleren Ecken. Die Blattunterseite ist rötlich gefärbt und kahl, was man allerdings nur bei Wind sieht. Die Ausläufer sind auch rot gefärbt. Die weißen Blüten, welche keine roten Punkte aufweisen, stehen auf 20-40cm hohen Stängeln. Sehr blühwillig, von Juli-August.

Diese Art ist eine der wertvollsten Steingartenpflanze, welche viel zu selten verwendet wird, was kaum verständlich, vielleicht aber auf den geringen Bekanntheitsgrad zurückzuführen ist. Der Judenbart war/ist eine klassische Zimmerpflanze. Fand ich das Zeug früher schrecklich. In jedem Hauseingang hing eine Ampel mit der armen Pflanze. Die 70iger und 80iger Jahre haben mich geprägt. Fand sie ähnlich schrecklich wie Cyclamen. Heute, 30Jahre später, liebe ich sie. Seine Ausläufer nutze ich für Mauerfugen. Schattige Mauern erblühen, wie genial ist das denn?! In den Fugen werden die Blätter allerdings nicht so groß wie im Freiland. Es empfiehlt sich aber eher die Frühjahrspflanzung. Bei uns in Freising sind sie gut frosthart. Der letzte Winter hat keine Schäden verursacht. Ich konnte im Laufe der Jahre keine Krankheiten feststellen. Meine Saxifragen strotzen vor Gesundheit und Vitalität. Ich dünge allerdings erst im April/Mai mit einem organischen Dünger. Zum Glück habe ich keine Probleme mit dem Dickmaulrüssler, denn der schädigt die Pflanzen dann doch.

Partner: Saxifraga cortusifolia var. fortunei ‚Maigrün‘, Saxifraga cortusifolia var. fortunei ‚Rubrifolium‘  Hosta, zB., Hosta ‚Fulda‘, Hosta ‚Rhein‘, Hosta ‚Baby Bunting‘, Hosta ‚One Man’s Treasure‘, Hosta ‚Fragrant Blue‘, Heuchera Hybr.’Emerald Veil‘, Heuchera Hybr.’Purple Petticoats‘, Heuchera Hybr. ‚Venus‘,. Tiarella ‚Arpeggio‘, Tiarella Hybr.’Iron Butterfly‘, Farnen wie Athyrium niponicum ‚Metallicum‘, Carex Arten und Sorten, Cyclamen, Cypripedium, Hepatica. Geophyten nicht vergessen! Trillium, Arisaema und vieles mehr.

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Ich bin mit Leidenschaft Gärtner, Landschaftsgärtner. Obwohl auch schon ein Buch über meine Pflasterarbeiten veröffentlicht wurde, gilt meine ganz große Leidenschaft den Pflanzen. Egal ob Baum, Strauch oder Staude. Jede befestigte Fläche wirkt ohne einen grüne Einfassung tot. Pflanzen runden alles ab, egal ob naturnahe, geschnittene oder als freiwachsende Blütenhecke. Vor diesem Rahmen kommen die Staudenbeete richtig gut zur Geltung. Mit Stauden und Rosen bringe ich die Farbe in den Garten. Natürlich sind die Kundenwünsche wichtig, aber die Ansprüche der Pflanzen sind wichtiger. Durch die standortbedingte Pflanzenauswahl sind viele negative Einflüsse zu minimieren. Krankheiten, Kümmerwuchs und geringe Blühwilligkeit gibt man keine Chance. In den meisten Fällen ist eine richtige Bodenvorbereitung unabdingbar! Ich sehe leider sehr viele Pflanzungen, die nicht funktionieren.

Egal ob Sie, oder ein Gärtner die Pflanzenauswahl und die Pflanzarbeiten übernimmt, achten Sie auf diese oben genannten Punkte. Die Pflanzen werden sich gut entwickeln und Ihnen Freude bereiten. Aber leider sind Bäume und Stauden auch für viele Gärtner nur lästiges „Grünzeug“. Fragen Sie einfach mal nach, bevor Sie einen Auftrag vergeben und das Kind in den Brunnen fällt. Bei Misslingen gibt es nur Ärger und erneute Kosten. Dazu verlieren Sie unter Umständen eine weitere Vegetationsperiode. Das kann es doch nicht sein. Es ist vielleicht auch nicht ganz fair so über die Kollegen zu denken, da ich seit Jahrzehnten Staudengärtnereien und Baumschulen durchstreife, immer auf der Suche nach etwas besonderem. Ich bin eher ein Sammler. Auch ich habe früher Fehler gemacht, doch davon profitieren Sie jetzt. Nutzen Sie meine Erfahrung und Kompetenz!

Später komme ich auch noch auf den professionellen Gehölzschnitt, welcher nichts mit dem „Hausmeisterschnitt“ zu tun hat.

Zur kurzen Einleitung nochmals die Lebensbereiche der Stauden nach Professor Sieber Freising, und einige Sätze zur Bodenvorbereitung.

Stauden und ihre Lebensbereiche

 

Es haben sich 8 verschiedene Lebensbereiche ergeben. Die Pflanzen in den Lebensbereichen haben ähnliche Ansprüche, doch sind die Übergänge fließend.

–        Wald, Gehölz- und Waldrand

–        Freifläche, Steingarten, Alpinum und Beet

–        Ufer- und Wasserpflanzen

Geht man nun von den Lebensbereichen aus, dann wird die Pflanzengesellschaft stabiler und pflegeextensiver sein, als ein buntes „Durcheinander“.

Waldstauden = Schattenstauden (G)

In lichten Schatten oder Halbschatten, vornehmlich unter locker aufgepflanzten Bäumen, gedeihen viele „Waldstauden“ sehr gut. Sie stehen in enger Beziehung zu den Gehölzen und beleben diesen Bereich durch ihre Wuchsform und Blüte. Die verrotteten Blätter der Bäume sorgen für den erforderlichen humosen Boden und sollten nicht entfernt werden. Des weiteren dient es als Kälteschutz. Hier ist der Pflegeaufwand generell geringer, da nicht allzu viele Samenunkräuter im tiefen Schatten wachsen (keimen). Es sind eher die Spezialisten die Geophyten und Farne.

Beispiel: Epimedium, Hosta, Tiarella, Polygonatum, Vinca, Waldsteinia, Carex morrowii, Luzula, Galanthus, Eranthis, Anemone nemorosa, Hyacinthoides hispanica, Adiantum, Athyrium nipponicum ‚Metallicum’;

Die Geophyten nutzen das Frühjahr zum Wachstum da die Gehölze noch nicht beblättert sind. Dadurch kommt Licht und Wärme an den Boden.

Gehölz – Gehölzrand (GR)

Am Rande von Baum- und Strauchgruppen, vielfach in gutem, humosem Boden, finden zahlreiche Stauden optimale Standortverhältnisse. Zu beobachten ist, dass einige Arten mehr den offenen, sonnigen, warmen, südseitigen Gehölzrand bevorzugen. Andere gedeihen besser im kühlen, halbschattigen oder wechselschattigem Gehölzrand.

Viele dieser Stauden bilden wunderschöne Blattteppiche in denen man nicht mehr hacken sollte. Nur wenn  der Wind zu viel Laub in diese Flächen geweht hat, ist das überschüssige Material zu entnehmen.

Beispiel: Cerastostigma, Buglossoides (Lithospermum), Geranium in Arten und Sorten, Helleborus, Molinia, Dryopteris, Matteuccia, Lilium martagon, Corydalis cava, Convallaria majalis;

Freifläche (FR)

Ausserhalb der Stanorte von Bäumen und Sträuchern, auf freien, sonnigen Flächen gibt es vielfältige Situationen, in denen Stauden günstige Lebensbereiche finden. Zahlreiche dieser „Freichflächenstauden“, sind wärmeliebend und teilweise gut hitzeverträglich. Dieses äußert sich durch eine silberne bis graue Blattfärbung, – behaarung oder –sukkulenz. Je nach Feuchtigkeit und Wasserhaltekraft unterscheidet man in:

–        Stauden für trockene, durchlässige Böden, oft auch Hanglagen, FR1

–        Stauden für normale, frische Böden FR2

–        Stauden für feuchte Böden FR3

Dazu gehören aber auch unbedingt die Stauden für trockenen, kalkhaltigen Boden und sonnenseits geneigte Flächen der Steppenheide (SH).

Beispiel:

Kräuter wie Salvia, Lavandula, Thymus, Allium; Anaphalis, Asphodeline lutea, Agastache, Astern amellus, -linosyris, Dianthus, Echinops, Eryngium, Linum, Sedum telephium, Stachys byzantina, Verbascum, Yucca, Stipa, Festuca;

Steinanlagen (ST)

Viele Stauden fühlen sich im Bereich von Steinen wohl. Manche sind nässeempfindlich und wachsen deshalb am besten in einem von Kies bzw. Felsbrocken durchsetzten Boden. Staunässe wird nicht vertragen.

Beispiel: Aubrieta, Campanula carpatica, Gypsophila, Thymus,  Sempervivum, Festuca, Stipa, Allium, Wild-Tulpen;

Lebensbereich „Alpinum“, „Beet“, „Wasser“ und „Wasserrand“ spielen hier nicht die entscheidende Rolle.

Des weiteren ist die Auswahl nach LB die Grundlage für eine rationelle Pflege. Viele Samen- und auch Wurzelunkräuter kommen mit den meist speziellen Standorten nicht zurecht.

Die Auswahl nach den Lebensbereichen bedingt für die Stauden weniger Stress und somit weniger Krankheitsanfälligkeit. Die Pflanzung wirkt stabiler und bleibt länger ansehnlich.

Bodenverbesserung

Auch hier richtet sich das Ergebnis nach den Lebensbereichen. Ein hoher Humusgehalt ist erforderlich für den G/GR/Beet und ein eher mineralischer Erdkörper für die extensiveren oder aber auch intensiven Staudenflächen FR/ST. Die meisten Staudensortimente gedeihen auf durchlässigem, sandig bis lehmigen Böden mit mittlerem Humusgehalt. Eine Bodenverbesserung mit Sand/Split oder Humus-Sand-Gemisch ist aber in vielen Fällen ratsam. Der Boden sollte eine pH-Wert von 6-7 haben. Bodenverdichtungen sind bis 50cm Tiefe aufzubrechen. Sand macht den Boden locker und lässt sich leicht durchwurzeln.

Spezielle Bodenvorbereitung und Zuschlagstoffe sind für Stauden mit besonderen Ansprüchen notwendig.

Heide- und Steppenpflanzen (Sand/Feinkies/Splitt)

Steingartenpflanzen (Schotter/Kies/Splitt)

Waldstauden (Komposterde/Laub- und Walderden/Mulch)

Moorbeetpflanzen (saure Substrate und physiologisch saure Dünger)

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